Draka verkabelt den Teilchenbeschleuniger des CERN
Der Large Hadron Collider (LHC) ist der größte Teilchenbeschleuniger des CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung in Meyrin, westlich von Genf (Schweiz). Der LHC befindet sich in einem kreisförmigen, 27 Kilometer langen Tunnel von 3,5 Metern Durchmesser in etwa 100 Metern Tiefe unter Frankreich und der Schweiz. Hier wird eines der kompliziertesten und teuersten wissenschaftlichen Experimente durchgeführt, das die Menschheit jemals unternommen hat: riesig, aufregend, unglaubliches "Hightech" – und daran beteiligt sind jede Menge Glasfaserkabel von Draka.
CERN beauftragte Draka im Jahr 2003 mit der Lieferung und Verlegung von Glasfaserkabeln in und um den LHC. Der Grund für den Auftrag an Draka: Die Flexibilität und der günstige Preis von Drakas neuester Entwicklung – der JETnet-Mikroröhrentechnologie.

Anforderungen weit übertroffen
Dieses bereits vor 15 Jahren entwickelte, innovative Verkabelungssystem erlaubt die Miniaturisierung des Netzwerks durch die Verlegung von Kabeln mit geringerem Durchmesser in engen (Mikro-) Röhren. Mit der JETnet-Technologie können Mikrokabel mit Geschwindigkeiten von 100 Metern pro Minute und in einem Arbeitsgang bis zu 3,4 Kilometer weit geblasen werden. Die Technologie ermöglicht außerdem das Einbringen weiterer Kabel in ein bestehendes Mikroröhrensystem bzw. den schnellen Austausch strahlungsgeschädigter Kabel. Im Jahr 2006 honorierte CERN die Leistungen von Draka und die positiven Resultate mit der Verleihung des Golden Hadron Award. Mit diesem Preis werden Anbieter ausgezeichnet, die nicht nur die von CERN gestellten Anforderungen erfüllen, sondern ihre vertraglichen Verpflichtungen sogar noch übertreffen.
Kabel- und weitere 'CERN'-Kompetenzen von Draka
Draka verlegte allein im Tunnel etwa 1.500 Kilometer Glasfaserkabel. Diese Kabel übertragen die außerordentlich hohe Menge der von den Experimenten erzeugten Daten an die Supercomputer und sorgen darüber hinaus auch für die reguläre Datenkommunikation. Abgesehen von den Telekommunikationskabeln war Draka zusätzlich für einen erheblichen Teil der übrigen Verkabelung auf dem CERN-Gelände verantwortlich. Ein deutliches Indiz für die besondere Draka Kompetenz in den Bereichen Technologie, Produktion und Projektmanagement.
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